Veröffentlicht am Dienstag, 21. Mai 2019

Artikelserie "Aus der Arbeit des Gemeinderats" - Teil 6: Mobilität und Verkehr

Rat und Verwaltung unserer Gemeinde engagieren sich bereits seit vielen Jahren intensiv in den Bereichen Verkehr und Mobilität, auch und gerade abseits des Autos...

Am 26. Mai dieses Jahres ist Kommunalwahl: Fünf arbeitsintensive Jahre liegen hinter Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. In dieser Zeit wurden viele Projekte angestoßen, die unser Friolzheim einmal mehr vorangebracht haben. Auch in der Zeit nach den Wahlen gilt es, diesen erfolgreichen Weg weiter zu beschreiten und unsere Gemeinde in eine gute Zukunft zu führen. Bis dahin lohnt es sich, ein Resümee der letzten fünf Jahre zu ziehen und sich die zahlreichen kommunalpolitischen Handlungsfelder einmal genauer anzuschauen. In den nächsten Wochen erscheint daher die sechsteilige Artikelserie „Aus der Arbeit des Gemeinderats“, in der die wichtigsten Themenfelder beleuchtet werden, mit denen sich Rat und Verwaltung befassen müssen und stellt am Ende der laufenden Legislaturperiode die Arbeit und Leistung des aktuellen Gremiums dar.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Mobilität und Verkehr

Rat und Verwaltung unserer Gemeinde engagieren sich bereits seit vielen Jahren intensiv in den Bereichen Verkehr und Mobilität, auch und gerade abseits des Autos. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden sind wir regelmäßig beim Land, den Verkehrsverbünden Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) und Pforzheim / Enzkreis (VPE), dem Landratsamt sowie den im Heckengäu tätigen Busunternehmen vorstellig geworden und haben unsere Vorstellungen eines guten und verlässlichen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) eingebracht. Die bislang erzielten Ergebnisse können sich dabei sehen lassen: Die als ersten Schritt erfolgte, teilweise Einbeziehung in den VVS (mit Heimsheim und Lehningen), die Erweiterung und Optimierung der bestehenden Buslinien sowie die Anbindung wichtiger Gewerbestandorte wie unser Interkommunales Gewerbegebiet. Sofern es für die Fahrgäste als auch für die Gemeinde aus Kostensicht von Vorteil ist, muss als weiterer Schritt die Vollintegration in den VVS genauso folgen wie auch eine Expressbuslinie, die beispielsweise im Bereich zwischen dem Entwicklungszentrum Weissach, den Gewerbegebieten in Friolzheim, Mönsheim und Heimsheim sowie dem S-Bahnanschluss in Renningen pendelt. Überlegungen und erste Untersuchungen dazu laufen bereits. Bei diesen wegweisenden Entscheidungen ist vor allem die Landesregierung und dort der Verkehrsminister gefragt: Den zahlreichen Ankündigungen in den letzten Jahren müssen jetzt Finanzmittel und Taten folgen, Gemeinderat und Verwaltung in Friolzheim stehen bereit!

Radfahren in Friolzheim und Umgebung ist eine weitere Möglichkeit, sich abseits des Autos individuell fortzubewegen. Über die in gutem Zustand befindlichen Ortsstraßen, ein eng gespanntes Feldwegenetz oder über kombinierte Geh- und Radwege ist auch ein überörtliches Fortkommen gut und sicher möglich. Wo möglich und sinnvoll, wurde und wird dieses Netz ergänzt – auch in interkommunaler Zusammenarbeit wie zum Beispiel rund um den Diebkreisel. Daneben besteht seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit mit der Radwegekommission des Enzkreises, die ebenfalls die Optimierung und Verbesserung des Radverkehrs zur Aufgabe hat. Es bleibt aber auch festzuhalten, dass die Gemeinde Friolzheim mit einem hohen Anteil qualifizierter Straßen im Ortsgebiet bei der Schaffung von Geh- und Radwegen sehr stark vom jeweiligen Straßenbaulastträger abhängig ist und nicht mit allen sinnvollen oder wünschenswerten Vorhaben Gehör findet. Als Beispiel hierfür dient der Bau eines Radwegs entlang der Landesstraße 1134 zwischen Mönsheim und Heimsheim unter der Autobahn hindurch. Hierzu gab es bislang leider nur Absagen, zuletzt aus dem grün geführten Landesverkehrsministerium. Auch entlang der Landesstraße 1175 zwischen Friolzheim und Heimsheim wurde ein straßenbegleitender Geh- und Radweg abgelehnt. Aus den Vorgaben des Gemeindeentwicklungskonzepts heraus wurde jüngst im Gemeinderat die Erstellung eines Freizeitkonzepts beschlossen, das mögliche Ergänzungen und Verbesserung im Bereich von Fuß- und Fahrradverkehr herausarbeiten soll.

Im Bereich des kraftfahrzeugbasierten Individualverkehrs besteht dringend weiterer Verbesserungsbedarf. Als wirtschaftlich prosperierende Gemeinde nahe der Autobahn ergeben sich aus dieser positiven Entwicklung eben nicht nur Vorteile. Verbesserung des Verkehrsflusses im „Dieb“, Tempo 30 in Teilbereichen der Ortsdurchfahrt, Lärmaktionsplanung und damit einhergehend der Schutz unserer Bevölkerung insbesondere dann, wenn auf der A 8 mal wieder alles steht, sind dicke kommunalpolitische „Bretter“, die uns von Bund, Land und Kreis vor unser Ziel gesetzt wurden. Das bewährt gute Miteinander im Gemeinderat, aber auch in der überörtlichen Zusammenarbeit wird uns auch in Zukunft helfen, diese „Bretter“ erfolgreich zu „bohren“.

Schließlich engagiert sich die Gemeinde auch bei Antriebsformen jenseits des Verbrennungsmotors: Bereits im vergangenen Jahr wurde im Gemeinderat der Bau und Betrieb einer Ladestation für Elektrofahrzeuge beschlossen. Mit dem Neu- und Ausbau von Rathaus und Mehrzweckgebäude wird dieses Angebot genauso realisiert wie die Möglichkeit, sich an Ort und Stelle ein Elektrofahrzeug zu mieten. Das eigene Pedelec oder E-Bike aufzuladen ist bereits seit vielen Jahren an der Rathaus-Ladestation möglich. Weitere Ladeangebote durch private Anbieter sind angefragt.

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